StartseiteKünstlerStephan WolterAspekte meiner Arbeit

Aspekte meiner zeichnerischen Arbeit

Zeichnen ist für mich tägliches Ritual in der Einsamkeit. Es ist ein meditativer Akt des Eintauchens ins Unbekannte, wo Aufbrechen und Ankommen keine festen Zuordnungen besitzen. Jede Zeichnung bedeutet zielloses Wandern zwischen Ruhe und Bewegung - eine andere Form des Denkens, welche mir Nähe und Distanz erlaubt - ein Bewußtwerden durch Aneignung von Wirklichkeit in transkriptiver Weise.

Das Ausloten der Gewichtungen auf dem Papier ist dabei ein Vorgehen, das immer auch mit meiner eigenen Befindlichkeit einhergeht. Ich sehe Zeichnung als Notationen, jedoch unter Ausblendung von rein Abbildhaftem. Das richtige Weglassen des Unwesentlichen ist ständige Herausforderung, ist aber nicht einem rein analytischen Denken unterworfen; das heißt, dass die Logik nicht a priori am Anfang der Arbeit steht. Sie entwickelt sich innerhalb des zeichnerischen Prozesses, welcher einer inneren Bildlogik gehorcht.

Es gibt nur Annäherung an scheinbar Konkretes - Zwischenbereiche, Grauzonen, also nicht definierte Orte - Zeichnung als Versuch von Definitionen.

Im Dezember 2006

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