Geboren 1969 in Bengasi, Libyen Lebt und arbeitet in Berlin
1987 - 1988 College of Commerce, Aberdeen, Schottland, GB 1988 - 1991 Duncan of Jordanstone College of Art, Dundee, Schottland, GB 1997 - 1998 Kingston University, London, GB
Sammlungen:
Situation Kunst, Max Imdahl Stiftung, Bochum Arbeiten weltweit in Privatsammlungen
Galerien:
Galerie Degenhartt, Berlin Deutschland Gallery Heinzel, Aberdeen UK Will's Art, London UK m-Bochum Kunstvermittlung, Bochum Deutschland
Kataloge:
Nur Der Schein trügt nicht, Situation Kunst Ooh Yeah! Galerie Degenhartt Our most Successful Artists, Will's Art, London UK
Über die Künstlerin:
Nicole Heinzel wurde 1969 in Bengasi, Libyen als Kind deutscher Eltern geboren. Nach Stationen im Iran (Persien) und Trinidad und Tobago zog ihre Familie nach Schottland, wo sie 22 Jahre lang lebte. Dort besuchte sie das Duncan of Jordanstone College of Art. Nachdem sie sieben Jahre als Künstlerin und Designerin in London gearbeitet und gelebt hatte, kam sie 2003 nach Berlin. Heinzel hat ihre Arbeiten bereits in verschiedenen Galerien in Großbritannien ausgestellt. Einige ihrer Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen weltweit. In unserer Werkauswahl stellen wir Arbeiten aus verschiedenen aktuellen Projekten vor.
Nicole Heinzels Arbeiten zeigen die komplexe Schönheit, die sie in der scheinbaren Einfachheit der Linie sieht. Ihre Inspiration findet sie in den alltäglichen Begegnungen mit Linien in der natürlichen und der vom Mensch erschaffenen Welt sowie in sich wiederholenden regelmäßigen und chaotischen Elementen.
"Elektrische Drähte und Kabel, Leitungsmasten, Windmühlen, die Konturlinien von Landkarten, Risse und Kratzer an Wänden, architektonische Linien, Seismografen und Polygrafen, Blitze, Feuerwerke, Gräser, Wälder, Wasserflächen, die unsichtbaren Fluglinien von Vögeln und Insekten oder Wege von Reisenden in einer Bahnstation und wie sie sich in strukturierten Räumen bewegen und kommunizieren (…) für mich symbolisiert die Linie auch die Verbundenheit, die in allem wohnt."
Heinzel ist in erster Linie Malerin, aber sie arbeitet mit einer Vielfalt von anderen Medien, einschließlich Fotografie, Film, Klang, Skulptur und Zeichnung. Unter all diesen Ausdrucksformen ist wohl die Fotografie das integrale Element ihres Schaffens, da sie sowohl als Inspiration, als auch als Werkzeug fungiert und so in eine nahezu symbiotische Beziehung mit den anderen Medien tritt, eine Verbindung, die auf gegenseitiger Abhängigkeit und kontinuierlichem Austausch basiert. Heinzels Visionen finden ihren Ausdruck zumeist in der Farbe. Dabei kratzt sie mit verschiedenen Werkzeugen, wie Cuttern, Ästen oder Spachteln, wiederholt Linien in verschiedenen Schichten von Ölfarbe. Die repetitive Natur dieses Schaffensprozesses führt die Künstlerin durch verschiedene Bewusstseinsstadien. Für Heinzel ist dies der Prozess, der die Seele ihrer Arbeiten bildet und die Einfachheit der Linie mit der Komplexität des Seins verbindet. Die daraus entstandenen Werke sind komplexe Netze aus Linien, die sowohl ihre minimalistische als auch ihre expressionistische Tradition erkennen lassen.
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