StartseiteGastkünstlerTheodor Karl Löber

Theodor Karl Löber, geboren 1909 in Darmstadt, verstorben 1994 in Berlin, arbeitete von 1947 bis 1977 als freier Bildjournalist und Mitglied des Verbandes der deutschen Presse in Ost-Berlin, der damaligen „Hauptstadt der DDR“. Neben Auftragsarbeiten für die Medien, wie zum Beispiel die Wochenpost, waren seine fotografischen Arbeiten in vielfältigen Ausstellungen, auf Briefmarken sowie im Stadtraum sichtbar.

Sein Labor in der Ackerstraße 18, Berlin-Mitte, befand sich unweit der Galerie Degenhartt, die jetzt seinen Berlin-Nachlass sichtet, aufbereitet und der Allgemeinheit in Ausstellungen und themenbezogenen Publikationen zugänglich und erfahrbar machen möchte.

Löbers fotografisches Gesamtwerk beginnt mit der Ablichtung der Kriegszerstörungen Berlins. Zunehmende Begeisterung entwickelte er jedoch in seiner unablässigen Dokumentation des städtischen Wiederaufbaus.

Zuerst sind die Trümmerfrauen seine Heldinnen, die mit ihrem ganzen Einsatz und bloßen Händen den Kriegsschutt systematisch ordnen und beseitigen. Später folgen Portraitaufnahmen von Bauarbeitern und Stuckateuren. Besonders haben es ihm jedoch die Auf- und Übersichten, die Panoramen von erhöhten Standpunkten, angetan. Immer wieder kehrte er an bestimmte Orte zurück und hielt den Stand der Aufbauarbeit am Projekt Berlin im Zeitablauf, als Momentaufnahmen, fest. Sowohl in ihrer Menge als auch in der Genauigkeit der Beobachtung sind seine Berlin-Dokumentationen bemerkenswert.


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Zur Ausstellung viermal Berlin in der Commerzbank:

In der Ausstellung „Viermal Berlin – Fotografien aus 50 Jahren“ ermöglicht uns Theodor Karl Löber einen ersten Eindruck seiner Schaffenskraft. Anhand beispielhaft ausgewählter Aufnahmen, auf zwei nahe beieinander liegenden Sichtachsen, zeigt sie einen
Spaziergang durch die 50er bis Anfang 60er Jahre. Die erste Etappe beginnt am Brandenburger Tor, dem Standort der Ausstellung. Sie führt über den Gendarmenmarkt, mit dem noch kriegszerstörten Schauspielhaus, zurück zur Straße Unter den Linden mit der
Eröffnung der Staatsoper sowie dem Aufbausonntag am Stadtschloss. Die zweite Etappe beginnt am Alexanderplatz und führt über die Karl-Marx-Allee und den Strausberger Platz, bis zur Leninallee. Hier bekommen die Aufräumarbeiten ein persönliches Gesicht, in Form von multikulturellen Trümmerfrauen. Aber auch eine Gesamtübersicht eines Aufräumtages, quasi in Form eines Wimmelbildes, wird präsentiert,das nachvollziehbar vom Gemeinschaftserlebnis und den gemeinschaftlichen Anstrengungen zeugt. Die zentrale Abschluss-Fotografie dieses ersten Löberschen Spaziergangs zeigt eine Panoramaübersicht des belebten Alexanderplatzes mit dem Aufbau der Kongresshalle sowie vom Haus des Lehrers.

Beide fotografischen Spaziergänge dokumentieren die Leistung des Wiederaufbaus der kriegszerstörten Stadt Berlin durch die daran beteiligten Menschen. Sie lassen uns Ausschnitte aus dem täglichen Leben in dieser Zeit neu sehen.

Zu sehen (und bei uns erhältlich) sind in der Ausstellung prints auf Barytpapier sowie zwei vintage prints.

Panorama Alexanderplatz, 1962 -


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