Die Ausstellung Made in Munich von Ingrid Floss zeigt erstmals in einer Berliner Galerie neueste Arbeiten der Künstlerin. Die einzigartigen Bilder von Ingrid Floss sind farbig, ja, fast bunt zu nennen. Farbe ist das Mittel, mit dem sich die Münchnerin seit Jahren in einem stetigen Schaffensprozess auseinandersetzt.
Bei längerer Betrachtung der Leinwände ist erkennbar, dass es neben aller offenen Auseinandersetzung mit Einflüssen und Wechselwirkungen auch um eine Suche nach Harmonie und Schönheit geht. Zu sehen sind in der Ausstellung neueste klein- und großformatige Ölgemälde sowie einige kleinere Zeichnungen.
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„Ein Bild muss nicht grundsätzlich schwierig sein“, sagt Ingrid Floss im Gespräch mit Wilhelm C. Warning, abgedruckt im Katalog zu ihrer Ausstellung „Aufleuchtendes Grün“ in der Neuen Galerie Dachau. Dies auf die Frage, warum ihre Bilder so komplex, so wenig eingängig sind. Die Gemälde der Künstlerin sind aus einer reichhaltigen Farbpalette expressiv aufgebaut und verlangen vom Betrachter ein genaueres Hinsehen und Erfassen, weil sie selbst durch eine intensive Auseinandersetzung im Malprozess ihre Tiefe und Vielschichtigkeit erlangt haben.
Malen ist bei Ingrid Floss Ausprobieren. Eine Suche nach dem Kern der Dinge, nach Überraschungen, die „in der Kraft der Farbe stecken“, und die man ihren Bildern ansieht. Im Atelier, bei der Arbeit, kommt vieles zusammen, das sich in den Titeln ihrer Bilder wiederfindet: kleine, fast zufällig wirkende Geräusche („Klick“, „Pling“) stellt die Künstlerin neben tiefere Erfahrungen („gelber Regen“, „Wunsch“) oder die Verarbeitung der (Kunst)Geschichte („Denken an El Greco“). Die Titel zeigen damit auch, dass diese Malerei von der Beschäftigung mit dem Leben zeugt, diese Beschäftigung aber im Gegenzug auch selbst beeinflusst. |