Die fotografische Arbeit ‘Flanders Fields’ von Stefan Boness symbolisiert eine Wunde Europas.
‘Flanders Fields’ ist eine Metapher für die Gegend um Ypern in Belgien, in der alliierte and deutsche Soldaten an den Fronten des Ersten Weltkrieges zu hunderttausenden starben. Heute, 90 Jahre später, scheint auf den ersten Blick nur noch wenig von dem Grauen des Krieges zu zeugen. Doch unter dieser Oberfläche der Normalität sind die Narben, die der Krieg in der Landschaft hinterlassen hat, noch vielfach auffindbar.
In dem Langzeitprojekt ‚Flanders Fields’ macht sich der Fotograf Stefan Boness systematisch auf die Suche nach den Spuren des Krieges in der Landschaft um Ypern, den sichtbaren wie den imaginären. Die visuelle Vermittlung der sensiblen Identität des Ortes durch die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen provoziert die Einbildungskraft des Betrachters und ermöglicht einen Prozess der subjektiven und objektiven Reflektionen über eine historische Landschaft in welcher die Zukunft Europas über das 20. Jahrhundert hinaus entscheidend geprägt wurde.
Das Buch Flanders Fields ist am 28. August im Verlag für Bildschöne Bücher, Berlin, erschienen.
|
Die Ausstellung Flanders Fields fand im Rahmen des dritten Europäischen Monats der Fotografie statt.
Zum Abschluss der Ausstellung fand am 04. Januar, eine Lesung des Belgischen Autors Geert van Istendael aus seinem Buch Mijn Duitsland, erschienen im Parthas Verlag, statt. Mehr zum Autor und zum Buch erfahren Sie hier.
|
 |
|